Die Gründung der Kirche zu Königswartha erfolgte vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts. 1429 brannte im Hussitenkrieg  der Ort und damit auch die vermutlich aus Holz gebaute Kirche ab. Für den Wiederaufbau und die Erhaltung über Jahrhunderte zeigten sich die Besitzer des Rittergutes, als die sogenannten Kollatoren, verantwortlich. Ihre heutige äußere Form erhielt unsere Kirche in den Jahren 1682 bis 1690. Bis zur Reformation befanden sich zwei Altäre in der Kirche. Der Wechsel zum evangelisch-lutherischen Bekenntnis fand in Königswartha ebenso wie in der gesamten toleranten Oberlausitz ohne Blutvergießen statt. Seiner Verantwortung wurde hier damals der Kollator Hans Christoph von Ponikau gerecht. Leider sind viele Unterlagen während eines erneuten Ortsbrandes - 1633 - dem auch das Pfarrhaus und die Kirche zum Opfer fielen, vernichtet worden. Seit dieser Zeit existieren aber die vollständigen Kirchenbücher neben einer ansehnlichen Bibliothek. Zwei sehenswerte Altarbilder befinden sich an der nördlichen Seitenwand - dem ehemaligen Standort der Kanzel - im Chorraum. In gotischer Malweise ist darauf Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl und die Abnahme seines Leichnams vom Kreuz dargestellt. Eine Besonderheit ist der Kanzelaltar. In der Barockzeit gab es das Bestreben, die Kanzel, von wo aus die Predigt gehalten wird, mit dem Altar, an dem das Abendmahl gefeiert wird, zu verbinden. So wurden die beiden Altarbilder entfernt. Durch den Rahmen des ehemals oberen Bildes betritt nun der Pfarrer die angebaute Kanzel. Am Gewölbe des Chorraumes hängt ein großer Engel und erinnert mit einem Spruchband die Besucher an ihre Taufe. An den Seiten des Chores sind durch Fenster abgetrennte Logen  angebaut, die den jeweiligen Herrschaften in Königswartha, Hermsdorf, Steinitz, Weißig und Wartha vorbehalten waren. Die Taufschale ist der älteste Gegenstand unseres Ortes. Adam und Eva sind auf dem Boden dieser geformt worden. 1945 blieb sie durch ein Wunder erhalten. Nach dem Krieg sammelte die Kirchgemeinde trotz größter wirtschaftlicher Not das Geld für neue Glocken, die dem Krieg zum Opfer gefallen waren. 1949 wurden unter großer Anteilnahme die neue mittlere und große Glocke geweiht. Bis zur Wahl Adolf Hitlers waren die sorbischen Gottesdienste  stärker besucht, als die deutschen. Wenn Sie unsere Kirche besuchen, werden Sie eine schöne warme Dorfkirche erleben. Wir haben sie 1991 nachhaltig im Innenraum sowie 2002 außen saniert. Bitte melden Sie sich im Pfarrhaus auf der anderen Seite des Mühlgrabens. 
UNSERE KIRCHE